Aus Kindern werdenLeute

Unsere Babies werden erwachsen

Nun geht es hier weiter mit den Neuigkeiten, denn es hat sich wirklich viel getan seit der letzten Aktualisiserung.

Aus Kindern werden Leute, unsere kleine Nachwuchshoffnung Dörte wird nun bald 6 Monate alt und ich bin mehr als zufrieden mit ihr. Ich glaube, ich bin mit ihr einen sehr großen Schritt weiter gekommen in meiner Zucht. Ich muß mich immer wieder daran erinnern, wie alt sie erst ist, denn sie sieht schon längst aus wie ein fertiger Irish. Da man das bei Pferden ja auch gern hat, denke ich mal, das ist auch bei Hunden nicht schlecht. Derzeit stellt sie mich mit ihrer Pubertät ein wenig auf die Probe, aber alles noch im erträglichen Rahmen.

Unsere anderen Youngsters, Sigi und Mondzauber entwickeln zu meiner allergrößten Zufriedenheit und übertreffen meine Erwartungen bei weitem. Mondzauber ist derzeit zum Anreiten auf dem Rothenkircherhof in Kirchheimbolanden, er kommt diese Woche nach Hause. Er bewegt sich prima unter dem Reiter, vor allem der Trab ist wirklich vom Feinsten, das hätte ich von ihm gar nicht erwartet, aber er ließ das schon an der Longe erkennen, wo er mich mit seinem Potential schlicht verblüffte. Ich denke, das könnte ein gutes Vielseitigkeitspferdchen werden, vielleicht ideal im Juniorenbereich. Er ist immer gut bemuskelt und im Wesen so eine ehrliche Haut. Springen kann er ja auch gut, das werden wir auch bald unterm Reiter in Angriff nehmen. Er wird bestimmt sehr gute Nerven haben und so auch eine ordentliche Dressur gehen können.

Sigi wird weiterhin regelmäßig auf dem Birkenhof in Osterbrücken weiter ausgebildet. Er bewegt sich nach wie vor spitze in allen drei Grundgangarten und stellt richtig was vor unterm Sattel. Am 18. Juli ist für ihn in Pirmasens-Winzeln bereits der erste Turnierstart in einer Reitpferdeprüfung vorgesehen. Wir sind schon sehr gespannt, was die Fachwelt zu ihm sagen wird.

Der absolute Feger ist allerdings unsere kleine Wilde Hilde. Jeden Tag stellt sie mich vor neue Rätsel und Herausforderungen. Sie will grundsätzlich viel mehr anbieten, als ich möchte. Selten sind wir uns über Tempo, Richtung und Gangart einig. Sie will immer schneller als ich, immer woanders hin als ich und das Zügelmaß möchte sie auch ständig korrigieren. Dafür springt sie aber, was man ihr zeigt, sie springt auch Hindernisse, wo man eigentlich gar nicht rüber wollte...

Lange Zeit brauchten wir, um sie in den Hänger zu bekommen. Stunden habe ich mit ihr mit Verladen üben zugebracht, jeden meiner Tricks hat sie sofort durchschaut. Kurz vorm Turnier in Maitzborn, wo sie für die Eignung mit Gelände gemeldet war, habe ich sie dann endlich geknackt. Also ging es donnerstags noch schnell auf die Rennwiese nach Zweibrücken, ein paar Naturhindernisse üben, das erste Mal... und es offenbarte sich das nächste Problem: Hilde ging nicht ins Wasser. Egal, trotzdem samstags nach Maitzborn gefahren. Die Dressur war Katastrophe, Hilde nur gegen die Hand, aber immerhin richtig angaloppiert, durchs Springen gefetzt, im Gelände gekommen bis zum Wasser. Nur hinter anderen Pferden her ging sie immerhin rein. Ich war trotzdem überglücklich, weil ich schon merkte, wie wohl sie sich auf der Geländestrecke fühlte.

Dieses Wochenende starteten wir dann nach Kaisersesch, wo ich mich für die Geländepferdeprüfung entschied, quasi ohne Training und vor allem, ohne, daß sie vorher einmal ohne Führpferd im Wasser gewesen wäre... aber die Eignung mit der Dressur wollte ich mir nicht nochmal antun.

Und was machte diese kleine Rakete? Fetzte über die Geländestrecke als habe sie nie was andres gemacht. Am Wasser hatten wir natürlich einen Steher, aber sie ging dann durch, und das zweimal und einmal noch mit Aussprung. Ansonsten war da ziemlich viel zum Gucken, schmale Sprünge, Häuser, Dächer, Hecken, Wälle, Graben, alles dabei, Hilde zuckte nicht an einem Sprung, nicht einmal hatte ich das Gefühl, da geht die nicht ran. Auch ein kleiner Rumpler konnte sie nicht beeindrucken. Ich bin hin und weg von diesem Pferd, wenn die so weitermacht, hab ich da nen richtigen Knaller unterm Hintern. Die ist hellwach, die will, die ist geschmeidig, schnell, alles was man für den Busch braucht.

Als Zuchtstute ist sie inzwischen auch eingetragen, mit einer ordentlichen Bewertung, die leider durch die Trab- und Galoppnoten sehr gedrückt wurde, aber ohne Reiter trabt sie halt wirklich auch sehr bescheiden...

Hängen gelassen werde ich in dieser Saison mal wieder von Towanda. Im Training springt sie mittlerweile dermaßen sicher und richtig, richtig gut. Allerdings haben wir im Gelände immer noch den ein oder anderen Steher. Lief sie in Maitzborn noch mit einem einzigen Steher am Graben ansonsten richtig toll durch, fing sie in Kaisersesch gut an und hatte dann wieder Problem an Minidingern, nur weil daneben ein Weg Richtung Hänger ging und sie lieber dahin ausbrach. Danach lief dann nichts mehr.

Auch auf unserer Hausstrecke in Zweibrücken hat sie ein, zwei Sprünge, die wir schon tausendmal ausdiskutiert haben, wo sie aber immer mal wieder verweigert.

Sie braucht viel mehr die Unterstützung vom Reiter wie Hilde, sie zieht einfach nicht so hin. Vielleicht ist sie einfach zu vorsichtig fürs Gelände und ich sollte nur noch Springen mit ihr reiten, ich weiß auch nicht.Auf jeden Fall werd ich nicht aufgeben, denn ich mag dieses Pferd unheimlich. Sie hat so eine liebe Art an sich, ist immer total tiefenentspannt, das ist so ein schönes Gegenstück zu den beiden Kampfpferden Hilde und Hazel.

Auch Hazel hatte ein paar Dressurstarts, aber es war noch keine fehlerfreie dabei und auch keine Platzierung. Immerhin schafft sie es inzwischen, bei der Grußaufstellung ruhig zu bleiben und zwei Prüfungen hintereinander zu gehen, ohne daß die zweite komplett versemmelt wird. Aber vielleicht starte ich mit ihr auch nochmal im Gelände, das macht ihr doch soviel Spaß. Mal schauen.

Als nächstes steht nun für sie Pirmasens an, nochmal A- und L-Dressur, Towanda geht zweimal A-Springen und Sigi, wie gesagt, die Reitpferdeprüfung, allerdings wird ihn Denise erst mal reiten.

Für Dörte ist die erste Ausstellung in der Jüngstenklasse für 4. August in Friedberg-Köppern geplant.

Weitere Termine sind das Struppi-Rennen in Landstuhl auf der Windhundrennbahn, am 29.07., dann am 8. August in Haßloch das Jungpferdeturnier mit Sigi und Hilde. Dort soll sie erstmals eine Springpferdeprüfung gehen.

Vielseitgkeit gibt es dann wieder in Hünfeld bei Fulda auf dem Araberturnier.

Viele neue Fotos gibt es in den Galerien der Hunde und Pferde bzw. folgen in den nächsten Tagen.

Ansonsten warten wir auf besser Wetter für die Heuernte und bitten um Verzeihung, wenn das mit den Aktualisierungen hier etwas hakt, wir haben viel zu tun!

(09.07.2012)