Pferde im Sommerquartier
 

Zauber und Sigi
 

Kylie... wird wohl bald umziehen...
 

Ajax in Dortmund
 

Banderas ist jetzt ein Saarländer
 

Einladung bei Milou (Bouncer)
 

Belana, charmanter Damenbesuch für Ajax
 

Keinohramelie
 

BVB-Fan Candy
 

Don (Cameron) läßt sich und seine Ohren frisieren.
 

5 Monate alt, vorbildlich läßt er sich trimmen!
 

Cora (Cerrin) kam auch zum Tunen
 

Auf der Überholspur...

Wie auf der Überholspur, mit Bleifuß, so kam ich mir in den letzten Wochen vor...es blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Ich hoffe, ich vergesse nicht allzuviel von dem, was es zu berichten gibt.

Zunächst einmal brachte ich Towanda nach Mailham in Bayern, zurück an ihre Geburtsstätte. Dort sollte sie einige Zeit bei ihrer Züchterin Miriam Bray im "Ausbildungslager" bleiben, einfach, um in allem, vor allem im Springen und auf der Geländestrecke dazu zu lernen und sicherer zu werden. Ich dachte, das gönne ich mir einmal. Im Laufe der Wochen entwickelte sich der Plan so, daß Towanda acht Wochen bleiben sollte und dann in Mailham ihre Stutenleistungsprüfung ablegen und am dortigen Turnier von Miriam in einer Geländepferdeprüfung der Kl. L geritten werden sollte. Danach wollte ich sie wieder mit nach Hause nehmen. Doch es kam mal wieder alles ganz anders, was auch sonst, doch davon später.

Zunächst stand zu Hause Hazels Training, Kylies Fortkommen in ihrer Ausbildung und Hildes Anreiten im Vordergrund. Außerdem musste Ajax für die Jahrhundertsiegerausstellung in Dortmund vorbereitet werden. Es ist viel Arbeit, das Fell für eine Ausstellung in optimaler Kondition zu haben, da muß man beständig dran bleiben.

Ajax wurde aber auch fürstlich für seine Geduld belohnt, denn am 3. Mai bekam er Damenbesuch: Celtic Moor Belana kam zum Decken vorbei, die beiden Erstlingstäter erledigten alles souverän und ohne großen Streß und wir hoffen sehr, daß die Ultraschalluntersuchung entsprechend positiv ausfällt. Ich bin sehr froh, daß Ajax nun einmal entdeckt und genutzt wurde, denn ich halte nach wie vor große Stücke auf ihn. Ich denke auch, daß die beiden sehr gut zusammenpassen und bin mehr als gespannt auf das Ergebnis.

In Dortmund war es keine Schande, hinter Maximo von der Emsmühle Zweiter zu werden, jedoch mit einem SG hatte wohl niemand gerechnet. Das verwunderte mich ein bißchen, zumal auf den Papieren erst das V gestanden hatte und später durchgestrichen worden war.

In Dortmund trafen wir auch noch auf Candy, die in ihrer neuen Familie ein bewegtes Leben führt, das ihrem Temperament sicher bestens entgegenkommt. Aus dem B-Wurf konnten wir noch Milou (ex Bouncer) besuchen, er ist ebenfalls ein ungeheuer temperamentvoller Rüde geworden, der seine Eltern überhaupt nicht verleugnen kann. Er ist schön klein geblieben und wirklich ein schöner Kerl, leider hat er in punkto Ohren ziemlich genau seiner Mama Amelie nachgeeifert.

Samstag vor der Ausstellung besuchten meine Freundin Jutta und ich auch noch Banderas in Borken und waren schlicht entsetzt über seinen Zustand. Er sah wirklich übel aus, sehr abgemagert, mit einer alten Verletzung am Vorderfußwurzelgelenk. Weder von seinen schlechten Zustand noch von der Verletzung war ich informiert. Ich war wie unter Schock, daß mein Pferd innerhalb von acht Wochen sich so entwickelt hatte. Ich konnte nicht mehr schlafen und traf eine Entscheidung. Zwei Wochen später ließ ich ihn abholen und nach St. Wendel bringen, wo er es sich auf einer schönen großen Koppel mit 5 anderen Jährlingen und einem Rentner gut gehen läßt. Nebenstehend ein Foto nach seiner Ankunft in St. Wendel, er ging nicht mehr an der Tränke und am Mineralleckstein weg und fraß und fraß und fraß. Mehr braucht man glaube ich zu dieser Sache nicht mehr zu sagen und will ich auch nicht. Schlußstrich, nochmal gut ausgegangen und Ende.

Anfang Mai gingen dann auch unsere Rentner sowie die dreijährigen Wallache ins Fuchsloch auf die Koppel, wo sie den Sommer geniessen dürfen auf 4 ha Weide mit Berg und Tal, Obstbäumen und Hecken, einfach traumhaft, zu sehen, wie sie sich wohl fühlen und wie es ihnen gut geht.

Besuch hatten wir auch noch von Don, der sich wunderbar und geduldig trimmen und Ohren kleben ließ. Cora war aus den gleichen Gründen hier, Geduld ist allerdings nicht gerade ihre Stärke, so daß ich sie noch nicht fertig trimmen konnte.

Mitte Mai kam dann auch das erste Turnier an den Himmel, ich hatte in Homburg eine A-Dressur und tags drauf in Haßloch eine A-Vielseitigkeit gemeldet. Da Towanda noch in Bayern weilte, startet ich mit Hazel, wohl wissend, daß eine A-Vielseitigkeit noch etwas früh für sie war. Im Homburg reichte eine vorsichtige Vorstellung für den 5. Platz. Samstag setzten wir uns in der Dressur mit 8,0 komfortabel an die Spitze. Schade eigentlich... denn wir kamen leider nicht durch das anschliessende Springen. Das war einfach noch zu schwer für Hazel, die ja noch nicht soviel gesprungen wurde.

Das war aber nicht so tragisch, denn Hazel ist nun mal in erster Linie Dressurpferd und da mit solchen Noten in die Saison zu starten, ist doch optimal.

Mit Towanda lief mal wieder alles nicht so wie geplant, denn ihre Reiterin brach sich unglücklicherweise zwei Wochen vorm Turnier den Knöchel. Für mich wie ein Déja vu, denn der Unfall glich dem meinen von vor drei Jahren, und ich weiß, wie das ist, wenn man einfach komplett alles über den Haufen schmeissen muß. Manchmal hat man einfach Zeiten, da läuft irgendwie alles schief.

Für die Stutleistungsprüfung konnte eine Dressurreiterin gefunden werden, die sie bestens vorstellte, sie schloss mit guten Noten ab, das Ergebnis bekomme ich noch zugeschickt. Am Turnier ritt ich sie selbst im Stilgeländeritt Kl. A, wir kamen nicht ganz durch, aber es fühlte sich doch schon super an mit ihr. Ich muß mich einfach jetzt auf mein neues Pferd einstellen... aber ich bin sehr zuversichtlich, daß das ein gutes Jahr werden wird.

Jedenfalls habe ich das erste Mal, seit ich ein Pferd aus der Hand gegeben habe, dieses wieder in äußerst ordentlichem Zustand zurückbekommen, gesund, durchtrainiert, bestens gefüttert und gepflegt, und das Zubehör dazu auch noch. Die weite Reise und die Investition haben sich sicher gelohnt.

Die Heimfahrt gestaltete sich im Übrigen auch äußerst abenteuerlich, denn nach einem Unfall in der Nähe von München brauchten wir für 800 m fast zwei Stunden... dabei hatten wir noch einen Zwischenstopp auf der schwäbischen Alb geplant in Sonnenbühl. Dort kamen wir dann abends um 19.00 Uhr an, vollkommen erschöpft. Kurzerhand übernachteten wir dort, Towanda stand zufrieden in ihrem kleinen Isländerpaddock im Garten. Wir müssen uns noch einmal für das Asyl bei Regina Hennies, unserer Irish-Terrier Züchterfreundin, bedanken. Wo kann man sonst noch einfach so mit Pferd und Hund unterkommen und wird auch noch verwöhnt und bestens versorgt.

Montags ging es gleich weiter zu Hause, bei Kylie war die Ankaufsuntersuchung fällig, und Hilde ließ ich röntgen, klinisch untersucht ist sie ja bereits gewesen.

Bei beiden gab es keine Beanstandungen. So wird nun wohl für Kylie bald der Umzug in ihr neues Zuhause anstehen, denn sie hat eine neue Besitzerin gefunden, die ihrem Charme nicht widerstehen konnte.

 

Als nächster interessanter Termin steht nun das Pfingstturnier in unserem Verein Miesau auf unserem Kalender, Towanda wird dort in A-Springen starten, Hazel in A- und L-Dressur und Dressurpferde L.

 

(17.05.2011)