Ajax und Mark vorm Hotel Kaiserin Elisabeth
 

Redpets Lucky Luke,
 

unser Auserwählter für Agda.
 

Agda und Ajax lümmeln sich auf der Couch.
 
 

Wir haben einen Champion

Ajax hat es geschafft, er hat nach beispielhaftem Durchmarsch seine letzte Anwartschaft in Weilheim bekommen und darf sich nun Deutscher Champion (Kft) nennen. Für den VdH-Champion braucht er noch eine Anwartschaft auf einer nationalen oder internationalen Ausstellung, die wir dann irgendwann noch in Angriff nehmen werden. Danach wird er wohl seine Ausstellungskarriere beenden, da mir das ehrlich gesagt zu zeit- und kostenintensiv ist, ihn noch weiter oder gar im Ausland vorzustellen. Er wird dadurch auch nicht gefragter werden, beweisen muß er jedenfalls nichts mehr, soviele verschiedene Richter hat er schon überzeugen können, die können ja nicht alle irren. Ich kann es kaum erwarten, ihn eines Tages selbst einmal für meine Zucht einsetzen zu können.

Das Wochenende in Weilheim war mal wieder so ein typischer Matildahof-Trip, bei dem eigentlich nichts klappt... Freitags fuhren wir nachmittags los, unterwegs besuchten wir noch kurz Redpets Lucky Luke, den wir für Agda im Auge hatten und der uns auch voll und ganz überzeugen konnte. Wir erhoffen uns von dieser Anpaarung eine Festigung der natürlich guten Anlage der Ohren, des sonnigen Gemütes, sowie noch einmal eine Verbesserung des Fells, da Agda stellenweise ein ganz klein wenig zu Flusen neigt. Außerdem möchten wir im Hinblick darauf, daß wir in späterer Generation einmal Ajax einsetzen möchten, die rote Farbe festigen, da Ajax ja ein paar schwarze Barthaare hat. Was uns an beiden Hunden gefällt ist der starke gerade Rücken sowie die recht gerade getragene Rute.

 

Da wir auf dem Weg zu Lucky ständig im Stau standen und er  recht weit entfernt von der Autobahn lebt, wobei unser Navi auch noch eine Route über die entlegensten Feldwege aussuchte (so kam es uns jedenfalls vor), waren wir sehr spät dran. Zum Glück rief ich von unterwegs in unserem Hotel an, wo die pflichtbewußte Bayerin unser Zimmer bereits weitergegeben hatte. So suchten wir also mitten in der Nacht nach einer neuen Bleibe und kamen dann um halb eins im Vier-Sterne-Hotel Kaiserin Elisabeth am Starnberger See unter, das wir ganze 6 Stunden genießen konnten.

Netterweise berechnete man uns den Seeblick nicht...

Am nächsten Morgen gings los, gleich als ersten Hund trafen wir eine hochläufige Irish-Terrier Hündin, Ajax wurde fast verrückt. Wir hielten uns bis zu seinem Auftritt fern, so ging es gut, bis am Ende die Hündin schon direkt am Ring stand. Sie lief auch ums BOB mit, weshalb wir ihr dieses kampflos überliessen. Da wir für die nächste Nacht sowieso kein Zimmer mehr hatten, und die läufige Hündin am nächsten Tag auch wieder am Start war, entschieden wir uns für Aufbruch und machten uns auf den Heimweg. So konnten wir wenigstens noch einen gemütlichen Sonntag zu Hause verbringen.

In der Woche darauf wurde Agda auch schon läufig und wir nutzten das Wochenende vor Neumünster für einen Ausflug zu Lucky Luke. Leider habe ich davon nur verwackelte Bilder.

Bei der Gelegenheit besuchte ich auch Amico, der in unserem A-Wurf mit Abstand der Größte war, und der ganz in der Nähe von Lucky Luke wohnt. Er ist nun 58 cm groß geworden, aber trotzdem elegant. Leider wird er geschoren, so daß er mit Sicherheit viel heller ist und auch seine Fellqualität nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall ist er immer noch der sanfte Gentleman, der er als Welpe schon war.

Kaum zu Hause angekommen, mußte schon wieder alles vorbereitet werden für unsere alljährliche Reise nach Neumünster zum Trakehner Hengstmarkt. Vier herrliche Tage vergingen wie immer allzu schnell. Es war diesmal nicht ganz so stressig, da nicht soviele Hengste ausgewählt worden waren. Und- endlich war ich mal wieder von einem Junghengst voll und ganz überzeugt, er war ganz genau mein Typ und konnte bei mir in wirklich allen Bereichen punkten. Für mich natürlich der Sieger, endete er am Schluß auf dem zweiten Platz. His Time hieß er noch zur Körung, nun Herbstkönig und zum Glück nach der Auktion in Deutschland verblieben und zunächst in Marbach aufgestellt. Dies ist für mich der Hengst für Towanda, den ich bisher bei den Trakehnern nicht finden konnte.

Mal sehen, wann ich ihn einsetzen werde, ich habe ja erst mal noch viel vor mit Towanda.

Towanda und Hazel hatten aufgrund meiner längeren Abwesenheit Pause, außerdem verwandelte sich der Matildahof kurzfristig in ein kleines Lazarett, Hazel ein dickes Fesselgelenk und ein entzündetes Auge, Towanda eine Sehnenscheidenentzündung, Hilde eine Verletzung auf der Koppel, die zunächst nach einem Sehnenschaden aussah, Klein Banderas Husten... die Tierärztin Dauergast bei uns. Mittlerweile haben wir alles wieder im Griff und alle sind wieder im Training.

Hildes Verletzung ist doch nicht so schlimm, es war wohl doch ein Bluterguss aufgrund einer äußeren Verletzung. Da außerdem noch ein altes Hufgeschwür, das am Kronrand aufgebrochen war, am Rauswachsen ist, warte ich nun einfach noch mit ihr. Hildes Verkauf hat sich nun doch zerschlagen, da sie bei der Beugeprobe nicht ganz taktrein ging. Wenn das Loch aus dem Huf gewachsen ist, werde ich sie nochmal beugen und ggf. röntgen lassen. Fürs erste bin ich richtig froh, daß sie uns doch erhalten bleibt, denn ich hätte nichts dagegen, sie für mich zu behalten. Sie ist von unseren Pferden dasjenige, das mich am meisten an meine heißgeliebte Halloween erinnert und ich glaube, ich könnte mit ihr ein genauso gutes Team werden.

Ansonsten habe ich inzwischen nun doch die Saison sowohl für Pferde als auch Hunde dieses Jahr für beendet erklärt. Wir brauchen nun dringend viel Zeit für uns, für das Training der Pferde auf die nächste Turniersaison und zur Vorbereitung für den hoffentlich kommenden Wurf. Kylie wird auch weiter ausgebildet und evtl. soll sie an der Ausbildungsförderung des Trakehner Verbandes teilnehmen, falls sie nicht vorher schon neue Besitzer findet.

Towanda soll auch zunächst für zwei Monate bei einem internationalen Profi ihre weitere Ausbildung genießen, bei wem, bleibt aber noch geheim, bis Nägel mit Köpfen gemacht sind.

 

 

 

 

 

 

(10.11.2010)