Viel los...

Nun wird es aber Zeit, daß ich mal wieder von den vielen Neuigkeiten berichte, die sich in den letzten Wochen ereignet haben.

Leider hatten meine Pferde sich eine leichte Erkältung eingefangen, Hazel, Towanda und Hilde machten sie durch. So mußte für Towanda die Springpferdeprüfung in Illingen leider ausfallen.

Als nächstes stand dann Banderas Fohlenbrennen an, am 22. August in Albig auf dem Rettinahof. Als es darauf ankam, zeigte er sich verschlafen und durchschnittlich, so bekam er nur 52,5 Punkte. Nachmittags bei der Vorauswahl für die Auktion in Neumünster hatte er wohl ausgeschlafen und wurde als Reserve angenommen. Letztendlich kam er dann aber doch nicht ins Lot. So sehr ich mich über eine Annahme gefreut hätte, bin ich aber auch ein bißchen erleichtert, so ein Wochenende in Neumünster ist doch wesentlich streßfreier ohne Stute mit Fohlen im Gepäck.

Am 5. September waren wir mal wieder auf der Schwäbischen Alb, diesmal mit Agda. Wir fuhren sozusagen 260 km, um einen Spaziergang mit Irish Terriern zu machen und ein altes Buch zu ersteigern... aber wir können trotzdem sagen, es hat sich gelohnt! Beim süddeutschen Irish Terrier Treffen hat man die einmalige Gelegenheit, etwa 30 Irish Terrier aus den verschiedensten Zuchtstätten und Abstammungen einmal so zu erleben, wie sie sind. Auf den Ausstellungen sieht man ja, wenn man ehrlich ist, immer nur eine schöne Fassade. Herrlich, einmal die unterschiedlichen Charaktere live zu erleben. So verschieden sie auch aussehen und sind, eins kann man sagen, sie sind alle einfach klasse!

Nach dem Spaziergang traf man sich noch zum Kaffee und gemütlichen Plausch, traditionell gab es dann noch eine lustige Versteigerung von gespendeten Dingen rund um Irish und Hunde im allgemeinen. In der Galerie gibt es noch weitere Bilder.

Ein Wochenende später war ich wieder mit den Pferden unterwegs, todesmutig hatte ich beide Mädels in Albig gemeldet, obwohl ich wußte, ich würde allein mit ihnen sein. Zum Glück konnte ich zwei Boxen mieten, die jedoch, suboptimal, direkt am Prüfungs- und Abreitplatz waren. So hatte ich vor allem mit Hazel gewaltige Probleme beim Abreiten, sie war äußerst unkooperativ und auch während den Aufgaben sehr unkonzentriert. Towanda gebärdete sich wie üblich etwas vernünftiger. Leider hatten wir in der Aufgabe ein paar Patzer, eine kleine Explosion in die Luft, weil ich sie mit dem Sporn etwas zu energisch aufforderte, sich zu biegen und ein sehr abruptes Halten aus dem Trab, außerdem war ein Hindernis Richtung Hazels Box zu springen, dieser gestaltete sich dann etwas unkontrolliert... naja, es blieb eine 6,0, damit kann man leben.

Ende September war ich dann noch einmal mit Towanda allein unterwegs, in Köllerbach schlugen wir eine regelrechte Schlammschlacht, die Bodenverhältnisse waren wirklich unglaublich, es hatte am Vortag dort wohl wie aus Kübeln geregnet. Eigentlich wäre ich gern unverrichteter Dinge wieder heimgefahren, aber es war die letzte Gelegenheit, eine Eignung mit Gelände zu gehen mit Towanda und sie hatte ja dies Jahr noch wenig Erfahrungen sammeln können. Das verwöhnte Prinzesschen ekelte sich natürlich vor der Mocke, aber sie riss sich wacker zusammen. Beim Parcoursspringen baute sie mir leider mal wieder ein Verweigerung rein, doch im Gelände, das zwar nicht von den Ausmassen, aber von der Optik und den Bodenverhältnissen her schon anspruchsvoll war, zeigte sie sich richtig klasse, motiviert, schön hinziehend. Den Graben sah sie sich zwar sehr genau an, doch ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl, daß sie den nicht springen würde. So hatten wir einen schönen positiven Abschluss, wir endeten an fünfter Stelle, vier wurden platziert. Meine Klamotten allerdings krieg ich wohl nie wieder sauber, was solls...

Die spektakulärste Neuigkeit gibt es wohl für meine kleine Hilde... ich habe sie verkauft. Sie wird nun Distanzpferd werden. Eigentlich wollte ich sie ja gern behalten, doch wenn man die Gelegenheit hat, ein Pferd in gute Hände zu geben, dann darf man nicht egoistisch sein. Im Grunde hätte ich ja nicht die Zeit gehabt, ein weiteres Pferd täglich zu trainieren. Hilde bleibt uns noch ein wenig erhalten, bis sie angeritten ist.

Wir haben noch weitere interessante Verkaufspferde, die Verkaufspferdeseite ist nun auch bald fertig.

Der nächste Termin steht dieses Wochenende an, wir sind mal wieder mit Ajax unterwegs auf großer Fahrt. Am schönen Ammersee starten wir zweimal mit ihm und hoffen, daß er noch seine letzte Anwartschaft für den deutschen Champion erhält. Auf dem Weg dahin schauen wir uns noch einen potentiellen Deckrüden für Agda an. Bisher ist sie noch nicht läufig, wenn sie noch ein wenig wartet, werden wir sie wohl doch dieses Jahr noch decken lassen. Das wird sicher sehr spannend...

Die Turniersaison ist soweit beendet, lediglich Ende November in Neunkirchen möchte ich mit Hazel nochmal Dressurpferde A und L gehen. Bis dahin heißt es noch fleißig üben.

 

(08.10.2010)