HAZEL

 

geb. am 27.02.2005

von Kapriolan

aus der St.Pr. u. Pr.St. Helena

PEDIGREE

HAZEL PRIVAT

SPORT

Verliebt in Hazel habe ich mich bereits, als sie noch ein Fohlen war.

Nach einer ergebnislosen, frustrierenden Suche nach einer Nachfolgerin für meine so tragisch ums Leben gekommene Stute Halloween quer durch Deutschland rief ich ziemlich hoffnungslos bei Halloweens Züchter an. Und tatsächlich, Halloweens Mama hatte gerade ein Stutfohlen bei Fuß... das allerdings zu diesem Zeitpunkt in Wickrath auf der Auktion weilte... also, noch ein wenig Bibbern, zum Glück wurde Hazel nicht verkauft und ich machte mich direkt auf den Weg zu ihr.

Binnen fünf Minuten hatte ich schon entschieden, daß ich mir dieses Pferdchen gönnen würde. Eigentlich hatte ich ein erwachsenes Pferd gewollt, möglichst schon angeritten... und eigentlich keine Dressurabstammung, sondern etwas für den Busch.

Aber als ich die kleine Prinzessin sah, war es sofort um mich geschehen. Zu sehr ähnelte sie doch ihrer großen Schwester, diese kumpelhafte, pfiffige Art, dieses freche Gesichtchen... ich konnte nicht anders!

So mußte ich also wieder warten... aber nicht nur, bis Hazel erwachsen war... Dreimal hatte ich sie im Alter von drei Jahren geritten, da brach ich mir den Knöchel sehr kompliziert, mit OP, jeder Menge Metall und sechs Wochen Gips. Zwei Wochen, bevor der Gips abkam, bekam Hazel Kolik. Zum Glück hatten wir sie direkt in die Klinik gebracht, denn in der Nacht ging es ihr so schlecht, daß sie operiert werden musste. Ich hatte schon wieder mit allem abgeschlossen. Doch die OP verlief gut, allerdings blieb ihr Zustand danach einige Zeit kritisch . Hazel hyperventilierte, als sie wach wurde und schnaufte sich ins Koma. So dauerte es noch einmal drei Stunden, bis sie überhaupt hoch kam. Die nächsten zwei Wochen blieb sie noch in der Klinik, es ging auf und ab. Sie war nur noch Haut und Knochen, sah schrecklich aus. Dazu bekam sie furchtbares Heimweh und die Ärzte rieten uns sehr, sie nach Hause zu holen.

Von da an ging es bergauf. Drei Monate musste sie noch in der Box bleiben und ständig umsorgt und geführt werden, doch wir haben alles gut überstanden.

Ich fing wieder an zu reiten, alles klappte prima, da brach ich mir den linken Knöchel und wir mussten schon wieder pausieren.

Inzwischen sind wir aber endlich permanent am Arbeiten und Hazel macht mir sehr viel Spaß. Sie ist sehr nervenstark, auch wenn sie manchmal etwas übereifrig ist und dann auch mal auf den Hinterbeinen steht, aber das kenne ich ja schon von ihrer Schwester. Springen ist nicht so ihr Ding, doch sie liebt Ausritte und die Rennbahn. Ansonsten ist ihre Stärke wohl die Dressur, wie erwartet.

Ein paar wenige Turnierstarts hatten wir schon, dabei konnte sie sich einmal in einer Reitpferdeprüfung an dritter Stelle platzieren.

Ob sie jemals in die Zucht gehen kann nach ihrer OP wird sich noch zeigen. Zunächst einmal steht die reiterliche Ausbildung im Vordergrund.

12.01.2011

Es wird Zeit, einmal Hazels Porträt ein wenig aufzufrischen. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß sie Springen wirklich klasse findet, vor allem auf der Geländestrecke. Wie immer steht ihr dabei ihr Übereifer manchmal im Weg und es wird wohl noch ein wenig Gymnastik und Dressur nötig sein, bis man sie in einer Springprüfung vorstellen kann, doch, es wird und vor allem, der absolute Wille ist da und ich freue mich auf die kommende Saison, wo wir uns nicht nur mit Dressur plagen werden müssen.